Unsere Papaya Mitarbeiterin Sina in Indien
Indien ist eines der vielseitigsten Reiseziele der Welt und gleichzeitig eines, das viele Reisende am Anfang als herausfordernd empfinden. Unsere Mitarbeiterin Sina war im vergangenen Herbst dort unterwegs und hat sich selbst ein Bild gemacht.
Als ehemalige Reiseexpertin für Lateinamerika und heute im Marketing tätig kennt sie viele Destinationen. Indien war jedoch ihr erstes Reiseziel in Asien. Wir wollten wissen, wie sie dieses besondere Land erlebt hat.
Papaya: Sina, Indien war dein erstes Reiseziel in Asien. Warum hast du dich dafür entschieden?
Sina: Indien hat mich schon lange gereizt, gerade weil es immer als so intensiv und vielfältig beschrieben wird. Das hat mich einfach neugierig gemacht.
Mich hat vor allem die Kultur interessiert, auch weil ich selbst total gerne Yoga mache. Aber natürlich auch das Essen, die Menschen und diese enorme Vielfalt. Und ich muss sagen: Es hat sich absolut gelohnt.
Es ist definitiv kein klassisches Einsteigerziel, aber genau das macht es so spannend. Wenn man sich darauf einlässt, bekommt man unglaublich viele Eindrücke zurück!



Papaya: Gab es etwas, womit du vor deiner Reise nicht gerechnet hast bzw. was dich überrascht hat?
Sina: Ja, vor allem die Offenheit der Menschen hat mich überrascht. Viele sprechen wirklich sehr gutes Englisch und sind total interessiert. Man wird oft angesprochen und kommt schnell ins Gespräch. Das ist am Anfang vielleicht ungewohnt, aber ich fand es richtig schön, so viel Austausch zu haben.
Die Menschen sind stolz auf ihr Land und ihre Kultur und teilen das auch gerne. Das hat es für mich besonders gemacht, weil es in manchen Ländern gar nicht so leicht ist, in Kontakt zu kommen. In Indien bist du einfach mittendrin und dein Besuch wird wirklich geschätzt.
Auch beeindruckend fand ich, wie tief der Glaube im Alltag verwurzelt ist und authentisch gelebt wird. Uralte Traditionen wie Yoga sind ein fester Bestandteil der Kultur. Das beginnt schon beim Visa-Antrag, wo man als Reisegrund „Yoga“ angeben kann, und geht bis zum Flughafen, wo man direkt Yoga-Statuen sieht – für mich natürlich ein Paradies.
Aber auch für Menschen, die bisher wenig Berührung damit haben, ist das total spannend – die Einheimischen erklären ihren Glauben gerne und lassen einen zum Beispiel an den täglichen Aartis* teilhaben.
Was ich auch schön fand: Diese Kultur wird nicht abgeschirmt, sondern ganz offen mit Reisenden geteilt.
Aarti*: Eine Zeremonie zur Ehrung des Ganges, die jeden Abend bei Einbruch der Dunkelheit stattfindet.


Papaya: Welche Bilder hast du sofort im Kopf, wenn du an Indien denkst?
Sina: Farben. Ganz viele Farben.
Dann hupende Tuk-Tuks (rickshaws), Kühe mitten auf der Straße und wuselige Märkte. Es ist laut, lebendig und irgendwie total faszinierend. Die Menschen haben eine gewisse Leichtigkeit, und ich habe oft den Satz gehört: „In India everything is possible.“
Und übrigens: ein echtes Paradies zum Shoppen. Schmuck, Leinenkleidung, Deko – man findet einfach alles. Also lieber etwas Platz im Koffer einplanen 🙂


Papaya: Apropos Essen – was sollte man unbedingt probieren?
Sina: Da habe ich viele Empfehlungen! Dal kennt man vielleicht, ein würziges Linsengericht, das in Indien zu den absoluten Klassikern gehört. Dal Makhani war dabei mein persönlicher Favorit: besonders cremig, leicht buttrig und lange gekocht, sodass die Linsen eine fast samtige Konsistenz bekommen.
Malai Kofta fand ich ebenfalls richtig gut. Das sind frittierte Bällchen aus Frischkäse (Paneer) und Gemüse, serviert in einer milden, sahnigen Sauce mit feinen Gewürzen. Paneer, ein indischer Frischkäse, sollte man unbedingt in verschiedenen Varianten probieren. Mal gegrillt, mal in würziger Sauce, immer angenehm mild und vielseitig.
Und dann sind da noch Momos. Das sind kleine, gedämpfte Teigtaschen mit Gemüse oder Fleisch gefüllt, ursprünglich aus Tibet, aber in Indien fast überall frisch zubereitet. Perfekt als Snack zwischendurch.
Garlic Naan geht sowieso immer. Ein weiches, im Ofen gebackenes Fladenbrot mit Knoblauch, ideal, um die Saucen aufzunehmen. Was ich spannend fand: Häufig wird eher Naan als Beilage gegessen und nicht unbedingt Reis, wie man vielleicht erwarten würde.
Und keine Sorge: Wenn man „nicht scharf“ bestellt, ist es auch wirklich nicht scharf 😊
Was ebenfalls jeden Tag dazugehört, ist ein Masala Chai. Ein aromatischer, mit Milch aufgekochter Schwarztee, verfeinert mit Gewürzen wie Kardamom, Zimt, Ingwer oder Nelken. Wärmend, leicht süßlich und einfach unglaublich wohltuend.



Papaya: Indien ist riesig. Welche Orte hast du besucht?
Sina: Für meine erste Reise musste ich unbedingt nach Delhi. Das ist direkt eine volle Ladung Indien am Anfang, aber ich bin total froh, dass ich es so erlebt habe. Man muss sich auf jeden Fall auf das Verkehrschaos einstellen. Für uns wirkt es chaotisch, aber das Hupen hat tatsächlich eigene Regeln und Bedeutungen. In Delhi kann man unglaublich gut essen und bekommt einen Eindruck von einer der größten Städte der Welt.
Danach ging es weiter in den Norden zum Ganges. Dort habe ich viele Zeremonien miterlebt. Der Ganges gilt als heilig und jeden Abend finden diese Aarti Zeremonien statt. Ich habe außerdem einen Ausflug an den Fuß des Himalayas gemacht – das war natürlich sehr beeindruckend. Es hat mir gezeigt, wie vielseitig Indien ist, denn dort oben herrscht eine ganz ruhige, fast schon meditative Stimmung.
Zum Abschluss ging es nach Goa in den Süden. Dort ist alles viel entspannter. Schöne Strände, gutes Essen und tolle Massagen. Indien hat wirklich alles zu bieten.
Papaya: Das klingt sehr spannend und abenteuerlich. Würdest du nochmal hinreisen?
Sina: Ja, definitiv! Ich habe noch so viele Orte in Indien, die ich unbedingt sehen möchte.
Da ich nicht in einer geführten Gruppe unterwegs war, war es teilweise gar nicht so einfach, von A nach B zu kommen und alles zu organisieren. Genau deshalb kann ich unsere Indienrundreisen wirklich ans Herz legen. Da ist alles bis ins Detail geplant und man muss sich um nichts kümmern.
So kann man die Reise viel mehr genießen, ohne sich ständig Gedanken über Transport oder Planung zu machen. Das gilt natürlich generell für unsere Reisen, aber in Indien braucht man auf eigene Faust schon besonders viel Geduld und auch etwas Reiseerfahrung.
Umso mehr reizt es mich, Indien noch einmal im Rahmen unserer Gruppenreise zu erleben – vor allem das Goldene Dreieck mit Delhi, Jaipur und Agra, kombiniert mit weiteren spannenden Orten wie die Thar-Wüste, die auf unserer Gruppenreise besucht werden: Indien – Farbenfroher Norden.



Papaya: Für wen würdest du sagen ist Indien als Reiseziel geeignet?
Sina: Für alle, die offen sind und wirklich etwas Neues erleben möchten.
Ich finde, man lernt dort unglaublich viel, einfach weil das Leben ganz anders ist. Es ist kein Reiseziel, zu dem man für die Entspannung kommt. Es geht eher darum, neue Eindrücke zu sammeln – andere Gerüche, anderes Essen, andere Gewohnheiten.
Indien ist ideal für alle, die sich für andere Kulturen interessieren und bereit sind, sich auf ein Land einzulassen, das ganz anders funktioniert als das, was man vielleicht kennt. Ich habe auch viele verschiedenen Altersklassen und Familien als Reisende gesehen.
Papaya: Viele fragen sich, wie es ist, als Frau in Indien zu reisen – wie hast du das erlebt?
Sina: Ich habe mich tatsächlich die ganze Zeit sicher gefühlt. Klar, man wird öfter nach Fotos gefragt und fühlt sich manchmal ein bisschen wie ein „Star“ (vor allem sind die Kinder total von einem fasziniert). Aber auch hier kommt es sehr auf die Orte an. Es gibt definitiv auch ruhigere Gegenden, in denen man einfach für sich sein kann.
Die Menschen haben keine Scheu, auf einen zuzugehen – dafür sollte man auf jeden Fall offen sein. Ich habe mich aber zu keiner Zeit in Gefahr gefühlt oder Angst gehabt, dass mir etwas geklaut wird.
Und wo wir schon bei den klassischen Fragen sind: Ich hatte auch keinerlei Magenprobleme 😉

Fazit:
Indien ist für mich ein sehr vielseitiges und interessantes Land. Berge, riesige Städte, Ruhe, Natur, Traditionen und Strände – alles ist dabei. Ich habe mich zu jeder Zeit wohl und sicher gefühlt. Die Menschen sind offen, freundlich und interessiert. Indien ist kein Reiseziel, das man einfach „besichtigt“ – es zieht einen in seinen Bann.
Ein Reiseziel, das meiner Meinung nach definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient.



Neugierig geworden? Hier findest du unsere Indien Rundreisen, die dir das Land auf besonders authentische Weise näherbringen:
Zu unserer Indien Gruppenreise
Zu unseren Indien Individualreisen
