Es gibt Reiseziele, von denen man schon vor der ersten Reise ein ziemlich genaues Bild im Kopf hat. Und dann gibt es Länder, die dieses Bild innerhalb weniger Tage komplett auf den Kopf stellen. Für Papaya Reiseexpertin Paulina gehören El Salvador und Honduras eindeutig zur zweiten Kategorie. Sie gehören noch immer zu den Ländern Mittelamerikas, über die viele Reisende wenig wissen bzw. wenig drüber gesprochen wird. Doch genau deshalb haben die beiden Länder sie umso mehr überrascht.
El Salvador: klein auf der Landkarte, überraschend groß an Erlebnissen
Als Paulina 2022 zum ersten Mal allein nach El Salvador reiste, war das kleine mittelamerikanische Land für viele noch alles andere als ein klassisches Urlaubsziel. Auch Paulina wusste, dass El Salvador lange mit Unsicherheit verbunden worden war. Vor allem erlebte das Land in diesem Jahr einen großen Wandel, und die Sicherheitslage hatte sich bereits spürbar verbessert. Trotzdem war El Salvador international noch kaum als klassisches Reiseland bekannt. Was sie vor Ort erlebte, passte jedoch kaum zu diesem Bild.
„Ich habe mich während meiner Reise kein einziges Mal unsicher gefühlt. Was mir vor allem in Erinnerung geblieben ist, waren die Menschen.“
Sie beschreibt die Menschen in El Salvador als sehr offen, interessiert und super herzlich. Sie freuten sich nun endlich mehr Touristen im Land zu haben und sind stolz darauf, ihr Land zu zeigen. Gerade weil der internationale Tourismus vielerorts noch keine Selbstverständlichkeit war, fühlten sich viele Begegnungen für Paulina besonders unmittelbar an.
Einmal wurde sie sogar spontan von Einheimischen zum Essen eingeladen – eine sehr besondere Geste und Erfahrung für Paulina.


Überhaupt ist es die Mischung, die El Salvador für sie ausmacht. Bunte kleine Orte, Streetart und Kunsthandwerk entlang der Ruta de las Flores, tropische Wälder und Wasserfälle, vulkanische Landschaften und schließlich die wilde Pazifikküste.
„Für so ein kleines Land ist El Salvador unglaublich vielfältig.“
Paulina zog es vor allem zu den Wasserfällen der Region. Bei Touren wie der Siete-Cascadas-Wanderung verbindet sich das Naturerlebnis mit einer Portion Abenteuer: wandern, klettern, durch Wasser waten und zwischendurch immer wieder mitten im Grün vor einem Wasserfall stehen.
Und dann ist da noch der Pazifik. El Salvadors Küste ist inzwischen vor allem in der Surfszene bekannt. Abseits der bekannteren Surfspots findet man aber noch immer lange, dunkle Strände, tropische Vegetation und Küstenabschnitte, die erstaunlich naturbelassen wirken.
Für Paulina war hier ein ganz besonderes Erlebnis: Bei einer Bootstour entdeckte sie einen Wal – genauer gesagt eine Walmutter mit ihrem Jungtier. „Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Wale gesehen habe. Und dann direkt eine Mutter mit ihrem Baby. Das werde ich nicht vergessen.“


Und zwischendurch? Pupusas.
Wer El Salvador kennenlernen möchte, kommt an ihnen ohnehin kaum vorbei: Pupusas.
Die gefüllten Maisfladen begegnen einem überall- an Straßenständen, auf Märkten und in Restaurants. Klassisch werden sie beispielsweise mit Käse, Bohnen oder Fleisch gefüllt und mit eingelegtem Kraut und Tomatensauce serviert.
„Pupusas gibt es wirklich überall und sie gehören für mich zu El Salvador unbedingt dazu.“


San Salvador: die unerwartete Überraschung
2025 kehrte Paulina zurück. Dieses Mal im Rahmen eines Fam Trips und mit Eindrücken aus Regionen im Süden und Osten des Landes, in denen die touristische Infrastruktur teilweise noch deutlich weniger entwickelt ist als entlang der bekannteren Routen.
Doch einer der Orte, von denen sie am begeistertsten erzählte, war ausgerechnet die Hauptstadt. San Salvador.
„Ich war wirklich überrascht. Ich hatte die Stadt überhaupt nicht so erwartet.“
Abends unternahm die Gruppe eine Stadtführung durch das historische Zentrum. Straßenmusiker spielten, auf dem Hauptplatz fand eine Veranstaltung statt, Familien und Freundesgruppen waren unterwegs. Besonders in Erinnerung blieb die moderne Nationalbibliothek, die rund um die Uhr geöffnet ist und bewusst als öffentlicher Ort für unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen konzipiert wurde.
Doch es war nicht ein einzelnes Gebäude, das Paulina beeindruckte. Es war vor allem die Stimmung.
„Die Menschen wirkten einfach glücklich darüber, wieder draußen zu sein und ihre Stadt zu genießen. Es war lebendig, sauber und gleichzeitig total entspannt.“
Mit einem Lachen ergänzt sie einen Vergleich, den man vermutlich nicht in jedem Reiseführer findet:
„An dem Abend dachte ich wirklich: Hier ist es sauberer und gefühlt sicherer als in Berlin.“
Natürlich bleibt das Paulinas ganz persönliche Momentaufnahme. Und wie überall auf Reisen gehört ein bewusster Umgang mit der Umgebung dazu. Gerade Länder wie El Salvador zeigen jedoch, warum es sich lohnt, eigene Eindrücke zu sammeln, statt ausschließlich mit einem Jahrzehnte alten Bild im Kopf anzureisen.



Honduras: Liebe auf dem ersten Blick
Während El Salvador Paulina bereits vertrauter war, lernte sie Honduras erst auf ihrer Reise in 2025 kennen.
Und manchmal beginnt Begeisterung nicht erst am Ziel, sondern irgendwo darüber. Auf dem kleinen Propellerflug von San Pedro Sula Richtung Roatán blickte Paulina aus dem Fenster – und sah Berge. Immer wieder Berge.
„Ich weiß nicht, warum, aber damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Schon dieser Flug war wunderschön. Die kleinen Propellermaschinen, die Berge unter uns – ich habe mich ein bisschen wie in einem Film gefühlt.“
Noch überraschender wurde es an der Karibikküste. Rund um La Ceiba ragen bewaldete Berge beinahe direkt hinter dem Meer auf. Für Paulina, die Berge liebt, war das eine ungewöhnliche Kombination: tropische Karibik auf der einen Seite, sattgrüne Höhenzüge auf der anderen.
Und Honduras hatte gerade erst angefangen.


Von Roatán nach Utila: Nur eine Fähre und plötzlich eine andere Welt
Roatán ist die bekannteste der honduranischen Karibikinseln. Hier legen Kreuzfahrtschiffe an, es gibt Resorts, Restaurants und eine vergleichsweise gut ausgebaute touristische Infrastruktur.
Dann setzte sich Paulina auf die Fähre nach Utila. Und hatte das Gefühl, noch einmal ganz woanders angekommen zu sein.
„Utila war für mich sofort eine andere Welt.“
Die Insel ist kleiner, einfacher und entspannter. Große Hotelanlagen und internationale Ketten bestimmen hier nicht das Bild. Stattdessen gibt es kleine Unterkünfte, Tauchschulen, Bars, Cafés und Restaurants. Viele Wege werden zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Golfcart zurückgelegt. Alles wirkt ein wenig entschleunigt und gerade deshalb sympathisch.
„Utila hat diesen Backpacker-Vibe, ohne dass man Backpacker sein muss. Es ist einfach locker und authentisch.“
Das internationale Publikum mischt sich mit dem karibischen Inselleben. Abends trifft man sich in kleinen Bars, überall läuft Musik, manchmal Karaoke und früher oder später wird getanzt.
Auch sprachlich hat die Insel ihren eigenen Klang. Neben Spanisch hört man viel Englisch und lokale kreolisch-karibische Sprachformen. Dazu kommen Geschichten über Piraten und angeblich noch immer versteckte Schätze, die perfekt zur Kulisse passen. Außerdem ist Utila das Schnorchel Paradies schlechthin, was schon lange in der Tauch-Szene angekommen ist.
Paulinas Geheimtipp: Ein Besuch im Café „The Pink Flamingo“. Von der Terrasse aus hat man einen herrlichen Blick auf das türkisfarbene Wasser und in der Ferne kann man die Berge des honduranischen Festlands erkennen.
„Das war für mich perfekt. Ich saß in der Karibik und hatte gleichzeitig Berge vor mir. Mehr brauche ich nicht.“


In Honduras lernt man nebenbei noch etwas anderes: Geduld
So sehr Paulina von Landschaften und Inseln erzählt, irgendwann landet sie wieder bei den Menschen. Denn auch Honduras blieb ihr vor allem wegen seiner Atmosphäre in Erinnerung.
„Die Leute waren unglaublich offen und freundlich. Sie haben mich etwas an die Menschen in Mexiko erinnert – immer bereit zu tanzen und total entspannt.“
Diese Entspanntheit muss man als Mitteleuropäer allerdings gelegentlich erst lernen.
„Manchmal dauert einfach alles ein bisschen länger“, erzählt Paulina lachend. „Aber niemand lässt sich davon stressen. Dann wartet man eben. Eigentlich könnten wir uns davon alle eine Scheibe abschneiden.“
Zwei Länder, die mehr sind als ihr Ruf
Wer heute an El Salvador und Honduras denkt, hat vielleicht trotzdem zuerst Schlagzeilen, Sicherheitsfragen oder alte Vorstellungen im Kopf.
Doch gerade jetzt ist eine besonders spannende Zeit, diese beiden Länder kennenzulernen – denn sie haben weit mehr zu bieten, als ihr Ruf vermuten lässt.
El Salvador und Honduras sind Reiseziele, die vielerorts noch ihren ganz eigenen Rhythmus bewahrt haben. Mancherorts ist die touristische Infrastruktur einfacher, Wege brauchen etwas mehr Zeit und nicht immer läuft alles nach mitteleuropäischer Taktung.
Gerade darin liegt ein besonderer Reiz: neue Orte entdecken, mit Menschen ins Gespräch kommen und Länder erleben, die für viele Reisende noch echtes Neuland sind.
Paulina würde jedenfalls nicht lange überlegen.
„El Salvador hat mich wirklich überrascht. Aber Honduras? Honduras ist eine ganz klare Empfehlung. Beide Länder haben noch so viel zu entdecken, dass ich unbedingt zurückkommen möchte.“


Und genau deshalb freuen wir uns besonders, diese beiden Länder gemeinsam mit Ihnen zu entdecken:
Auf unserer neuen Rundreise Wo Vulkane auf Karibik treffen verbinden wir El Salvador, Nicaragua, Honduras und Guatemala miteinander, wie es noch kein anderer Anbieter tut. Dabei wechseln sich koloniale Städte wie Suchitoto, León und Granada mit Vulkanlandschaften, Wasserfällen, Canyons und den großen Maya-Stätten Copán und Tikal ab. Auf Utila bleiben sogar drei Nächte Zeit, um zwischendurch das Tempo herauszunehmen und die Karibik zu genießen.
Vielleicht überraschen sie euch ja genauso.
Zur Reise: Rundreise: El Salvador/Honduras/Nicaragua/Guatemala – Wo Vulkane auf Karibik treffen | Papaya Tours
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