Einen Monat lang hatte Carola aus unserem Marketing-Team die Gelegenheit, Argentinien nicht nur als Reisende, sondern auch aus dem Arbeitsalltag heraus kennenzulernen. Drei Wochen arbeitete sie in unserem Länderbüro in Buenos Aires, bevor sie anschließend gemeinsam mit einer Freundin weitere Regionen des Landes erkundete.
Von entspannten Mittagspausen im Büro über bunte Stadtviertel und kulinarische Entdeckungen bis hin zu einem Besuch der beeindruckenden Iguazú-Wasserfälle – hier teilt sie ihre persönlichen Eindrücke und Highlights aus einem Monat in Argentinien.
Ankommen in Buenos Aires: Mein Alltag in Belgrano



Gewohnt habe ich in einem kleinen Appartement in Belgrano, einem schönen Viertel im Norden von Buenos Aires. Für mich war es ideal: gut angebunden, grün, ruhig und gleichzeitig alles in der Nähe, was man im Alltag braucht. Da ich im Mai in Argentinien war, war dort gerade Herbst. Statt sommerlicher Hitze gab es angenehme Temperaturen, wenig Regen und oft noch überraschend viel Sonne. Besonders schön fand ich die vielen Parks, in denen die Menschen die Herbstsonne genossen haben – mit Mate in der Hand, beim Joggen, mit Hund oder gemeinsam mit der Familie.
Ein weiteres Highlight direkt um die Ecke war das Barrio Chino, das chinesische Viertel von Buenos Aires. Dort reihen sich kleine asiatische Supermärkte, Souvenirshops, Cafés, Bars, Restaurants und Streetfood-Stände aneinander. Ich mochte besonders diese Mischung aus Alltagsleben und Entdecken: kleine Obst- und Gemüseläden, Bäckereien, Minimärkte und immer wieder neue Ecken, in denen man etwas Spannendes probieren oder kaufen konnte.
Arbeiten im Länderbüro in Retiro


Das Papaya-Büro liegt in Retiro, sehr zentral in Buenos Aires und gut erreichbar. Dort habe ich dann das argentinische Team kennengelernt. Obwohl ich nur wenig Spanisch spreche und die Sprachbarriere natürlich manchmal spürbar war, wurde ich direkt sehr herzlich aufgenommen.
Im Büro wurde schnell deutlich, welche Bedeutung Mate in Argentinien hat. Während im Kölner Büro die meisten Kaffee trinken, gehört Mate für die argentinischen Kolleginnen und Kollegen ganz selbstverständlich zum Alltag. Über das Büro hinaus ist Mate weit mehr als nur ein Getränk: Es ist ein soziales Ritual, bei dem ein Gefäß gemeinsam genutzt und in der Runde weitergereicht wird. Für mich war das ein schönes Symbol für die Offenheit und Herzlichkeit der Argentinier.
Buenos Aires am Wochenende entdecken
Unter der Woche war ich vor allem im Arbeitsalltag, deshalb habe ich viele Ecken von Buenos Aires an den Wochenenden erkundet. Besonders gut gefallen hat mir Palermo mit seinen Cafés, grünen Straßen und Märkten. An einem Sonntag war ich dort auf einem Markt unterwegs und habe danach noch in einem Café gesessen.



Ein ganz anderes, aber mindestens genauso eindrucksvolles Erlebnis war La Boca. Das Viertel ist bekannt für seine bunten Häuser, Tango auf den Straßen und natürlich für die Farben Blau und Gelb, die überall an den Fußballclub Boca Juniors erinnern. Ich habe dort eine Stadiontour gemacht, was für mich ein echtes Highlight war. Selbst wenn man kein riesiger Fußballfan ist, spürt man dort sofort, welche Bedeutung Fußball in Argentinien hat. Die Leidenschaft, die Geschichte und die Atmosphäre rund um das Stadion sind beeindruckend.



Auch der Sonntagsmarkt in San Telmo hat mir sehr gut gefallen. Dort gibt es nicht nur klassische Souvenirs, sondern viel Kunsthandwerk, kleine Stände und eine schöne, lebendige Stimmung. Mittags habe ich in dem Mercado ganz klassisch einmal Empanadas und einmal Choripán gegessen.
>> Unser Zusatzbaustein Buenos Aires!
Kulinarische Entdeckungen: Empanadas, Medialunas und argentinische Pizza
Überhaupt spielt Essen in Buenos Aires eine große Rolle. Überall gibt es Bäckereien mit Medialunas, kleinen Croissant-ähnlichen Hörnchen, die noch etwas süßer sind als die französische Variante und gerne zum Frühstück oder zur Nachmittagszeit, gegessen werden. Dazu kommen Kuchen, Torten und viele kleine gefüllte Gebäckstücke.


Was mir außerdem aufgefallen ist: In Argentinien liebt man Teig und Käse. Das merkt man nicht nur bei Empanadas, sondern auch bei der argentinischen Pizza, die oft einen dickeren Boden und sehr viel Käse hat. Für alle, die gerne herzhaft essen, ist Buenos Aires also definitiv ein gutes Pflaster.
Als meine Freundin mich in der letzten Woche besucht hat, haben wir außerdem einen Empanada-Kurs gemacht. Dabei haben wir nicht nur gelernt, wie man Empanadas füllt und faltet, sondern auch Alfajores zubereitet und mehr über die richtige Mate-Zubereitung erfahren. Das war eine tolle Möglichkeit, noch tiefer in die Kultur und Kulinarik einzutauchen.
Tigre: Ein Tagesausflug ins Flussdelta

Von Buenos Aires aus haben wir auch einen Tagesausflug nach Tigre gemacht. Das Flussdelta dort ist ein spannender Kontrast zur Großstadt. Bei einer Bootsfahrt ging es vorbei an Stelzenhäusern, kleinen Anlegestellen und viel Grün. Man bekommt einen Eindruck davon, wie anders das Leben nur ein Stück außerhalb von Buenos Aires aussehen kann. Für mich war Tigre ein schöner, entspannter Ausflug, wenn man mal für einen Tag raus aus der Stadt möchte.
Iguazú: Inmitten von gewaltigen Wassermassen
Das größte Naturhighlight meiner Reise waren ganz klar die Iguazú-Wasserfälle, die nicht ohne Grund zu den sieben Naturwundern der Welt zählen. Von Buenos Aires sind wir nach Puerto Iguazú geflogen und haben drei Tage dort verbracht. Unser Hotel lag auf der argentinischen Seite, was sehr praktisch war. Auch der Ausflug zur nach Brasilien war von dort aus mit dem Bus unkompliziert machbar. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, beide Seiten der Wasserfälle zu besuchen, wenn man die Zeit hat. Sie unterscheiden sich deutlich und ergänzen sich perfekt.



Auf der argentinischen Seite kann man viel Zeit im Nationalpark verbringen. Es gibt verschiedene Wege und Rundgänge, die einen aus unterschiedlichen Perspektiven an die Wasserfälle heranführen. Außerdem fährt eine kleine Bahn durch den Nationalpark. Man ist hier sehr nah an einzelnen Abschnitten der Fälle und erlebt die Kraft des Wassers aus verschiedenen Blickwinkeln. Im Nationalpark sind zudem zahlreiche Nasenbären unterwegs, die man entlang der Wege beobachten kann.



Die brasilianische Seite bietet dagegen einen beeindruckenden Gesamtblick auf die Wasserfälle. Man bekommt noch einmal stärker ein Gefühl für die enorme Größe dieses Naturwunders. Gleichzeitig führt ein Steg so nah an die Wassermassen heran, dass man durchaus nass werden kann. Wir hatten auf der brasilianischen Seite außerdem besseres Wetter und konnten einen wunderschönen Regenbogen über den Wasserfällen sehen. Vielleicht hat uns deshalb diese Seite am Ende sogar einen kleinen Tick mehr beeindruckt, auch wenn beide Seiten absolut sehenswert sind.
Iguazú war für mich definitiv eines der größten Highlights des gesamten Aufenthalts. Diese riesigen Wassermassen, der Lärm, die Gischt und die Dimension der Fälle sind schwer in Worte zu fassen. Es ist einer dieser Orte, die man einmal selbst erlebt haben sollte.
>> Hier kannst du beide Seiten von Iguazú mit Papaya Tours erleben
Mit der Fähre nach Uruguay
Zum Abschluss unserer gemeinsamen Reise haben wir noch einen Abstecher nach Uruguay gemacht. Von Buenos Aires kommt man mit der Fähre relativ unkompliziert hinüber. Viele machen einen Tagesausflug nach Colonia del Sacramento, was sehr schön sein soll. Wir wollten allerdings eine Nacht bleiben und haben uns deshalb für Montevideo entschieden.



Leider hatten wir nicht so viel Zeit, die Stadt ausführlich zu erkunden, aber ein besonderer Moment blieb uns in Erinnerung: Abends saßen wir am Strand und die Küste war stark von Nebel bedeckt, sodass man die Lichter der Stadt nur verschwommen durch den Nebel gesehen hat. Das sorgte für eine sehr besondere, fast mystische Atmosphäre.
>> Hier kannst du Montevideo von Buenos Aires aus entdecken
Kulinarisch haben wir in Montevideo noch das typische Nationalgericht probiert: Chivito. Das ist ein riesiges Sandwich, meist mit Rindfleisch und verschiedenen weiteren Zutaten wie Käse, Schinken, Ei oder Gemüse. Sehr mächtig, aber auch sehr lecker – und genau das Richtige nach einem langen Tag.
Was mir besonders in Erinnerung bleibt
Nach einem Monat in Argentinien bleiben mir viele Eindrücke im Kopf: die Herzlichkeit im Büro, die Parks in Belgrano, Märkte in San Telmo, Fußballleidenschaft in La Boca, Empanadas, Medialunas, Mate und natürlich die unvergesslichen Wasserfälle von Iguazú.
Buenos Aires hat sich für mich überraschend europäisch angefühlt: modern, sauber, grün und gleichzeitig mit ihrem ganz eigenen Rhythmus. Der Alltag beginnt oft später, Pausen sind länger und auch das Abendessen und das Ausgehen finden deutlich später statt. Diese Gelassenheit und Lebensfreude haben mir besonders gefallen.
Für mich war der Aufenthalt so besonders, weil ich Argentinien nicht nur als Reisende kennenlernen durfte, sondern auch aus der Arbeitsperspektive. Die Zeit im Länderbüro hat mir einen authentischen Einblick in den Alltag und die Kultur gegeben, bevor die Reisewoche den Aufenthalt perfekt abgerundet hat. Die Mischung aus pulsierendem Stadtleben in Buenos Aires und den gewaltigen Wasserfällen von Iguazú hat diese Reise für mich unvergesslich gemacht.
Lust bekommen, Argentinien einmal mit eigenen Augen zu sehen?
>> Gemeinsam in einer Gruppe Argentinien entdecken oder ganz individuell Argentinien bereisen!
